Einen Menschen loszulassen, den man liebt, geliebt hat oder was auch immer, ist wohl etwas vom Schwierigsten überhaupt. Loslassen bedeutet meistens Verlust, Verlust eines Menschen. Deshalb klammern wir uns daran bis zum letzten Atemzug, haben Angst, etwas zu verlieren, das wir geliebt haben und meistens zerstören wir uns damit selbst. Viele helfende Meinungen im Netz sprechen darüber und erklären, warum das Loslassen so wichtig ist. Und ja, die Stimmen und Meinungen haben irgendwie auch Recht, doch möchte ich euch eine etwas andere Version davon erzählen.

In einer Liebe, die nicht funktioniert hat, in der die Liebe aber trotzdem noch da ist, eine Liebe, die nicht funktioniert hat, weil einer von Beiden in einer Phase in seinem Leben ist, die eine Beziehung nicht möglich macht, ja in einer solchen Liebe, sollte man den Menschen loslassen und damit vielleicht die Liebe seines Lebens aufgeben? In dieser Situation ist der Grat zwischen Kampf und Selbstzerstörung sehr sehr schmal. Lässt man den Menschen gehn, falls man dazu überhaupt in der Lage ist, gibt man vielleicht das Wichtigste im Leben auf. Kämpft man um diese Liebe, so wird einem meist schmerzlich bewusst, daß der Kampf umsonst war. Und dann?

Ist es Schwäche oder Stärke, wenn man um etwas kämpft, von dem man weiss, daß es sein Leben bedeutet? Macht es einen Sinn oder bedeutet der Kampf mehr Irrsinn als Sinn? Sinn und Wahnsinn haben eben das Wort „Sinn“ gemeinsam und liegen zwar inhaltlich auseinander, sie bewegen sich aber trotzdem Hand in Hand. Stärke bedeutet für mich, um das zu kämpfen, das dir wichtig ist. Alles erreichen zu wollen und alles erreichen zu können. Doch in der Liebe erreicht man meist damit das Gegenteil, glaubt mir, ich spreche aus schmerzlicher Erfahrung.

Und wisst ihr was? Es ist gar nicht wichtig. Es ist nicht wichtig, ob man kämpft oder ob man loslässt. Denn ich glaube, wir haben das gar nicht selbst in der Hand. Es wird zusammen kommen, was zusammen gehört. Dabei spielt die Zeit keine Rolle. Es kann nur gut werden.

Möglichkeit 1: Irgendwann überwindet man jeden Liebeskummer und beginnt wieder zu leben. Menschen kommen, Menschen gehen. Und obwohl man es nie für möglich hielt, trifft man auf den Menschen, den man noch viel mehr liebt und der einen auch glücklich macht. Und es wird gut.. 😉

Möglichkeit 2: Das Leben kann manchmal ein richtiges Arschloch sein, doch ist es nicht blind. Für echte Liebe hat das Leben eine Schwäche. Seid euch somit sicher, dem Leben wird es ein Vergnügen sein, füreinander Bestimmte wieder zusammenzuführen und sie glücklich zu machen. Und es wird auch dann wieder gut 😉

Wichtig dabei ist es, glaubt mir, ich spreche aus Erfahrung, Abstand zu gewinnen und lernen, mit Gedanken umzugehen, sie zuzulassen, aber zu wissen, wie sie einzuordnen sind. Sich selbst nicht so wichtig zu nehmen und alles als Grosses Ganzes zu betrachten. Das „Jetzt“ nicht ins Zentrum zu stellen, sondern sich selbst. Nehmt euch diese Auszeit, verdrängt nichts, analysiert es, aber mit Abstand. Setzt euch hin, nehmt eure Gedanken an und legt sie bildlich neben euch. Ordnet sie, dann legt sie weg, in eine Schublade. Dort könnt ihr sie haben, doch tragt sie nicht mit euch rum. Falls euch danach ist, öffnet die Schublade, nehmt sie raus, ordnet sie neu und legt sie wieder zurück. In der Zwischenzeit lebt einfach, gönnt euch Abenteuer, Reise-, und Liebesabenteuer. Lasst es euch einfach gut gehen.

Ach übrigens, der Trick mit der Schublade ist keine Wortspielerei, macht es! Dahinter steckt ein ganz einfacher psychologischer Trick. Das Schlimme am Loslassen ist der Gedanke „für immer“ und wisst ihr was? Mann MUSS gar nicht loslassen, denn man kommt ja immer wieder dran, wenn man möchte. Nur trägt man die ganzen Gedanken nicht mit sich rum. Entweder holt man sie irgendwann wieder heraus, wenn der richtige Zeitpunkt dafür gekommen ist oder man vergisst sie und sie verstauben elendlich dort wo sie sind! 🙂

Mehr dazu in meinem Ebook, das bald erscheint…;)

Also, alles wird gut….

…Andersmond

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